Erfolgreiches Bildungsprojekt „lecker, nachhaltig & von nebenan“
Einen eigenen Garten anlegen, Obst- und Gemüse anbauen, und die Ernte haltbar machen: Im Rahmen des Projekts „lecker, nachhaltig & von nebenan – mein Jahr im Garten und in der Landwirtschaft“ haben die LandFrauen Rheinland-Nassau gemeinsam mit dem Verein heimatwurzeln e.V. dazu praktisches Wissen vermittelt und Einblicke in die Arbeit von Landwirtinnen und Landwirten gegeben. In den letzten zwei Jahren konnten so in über 200 Kursen mehr als 4.000 Menschen erreicht werden. Bei der großen Abschlussveranstaltung in Maria Laach zogen die Organisatoren heute eine überaus positive Bilanz.
„Die hohe Resonanz zeigt, dass wir mit dem Angebot einen Nerv getroffen haben“, betonte Gudrun Breuer, Präsidentin des LandFrauenverbandes Rheinland-Nassau heute in Maria Laach vor über 100 Gästen. „Nachhaltiges Gärtnern ist bei den Menschen angekommen, und viele begegnen der Landwirtschaft mit mehr Verständnis und Respekt. Das sind genau die Kernanliegen, die wir mit dem Projekt vermitteln wollten.“ Die Themen der Workshops hätten sich weit über die Region hinaus verbreitet, betonte sie. Wertvolle Verbindungen zwischen Verbraucherinnen und Verbrauchern, Erzeugerinnen und Erzeugern und Politik seien entstanden. Diese sollen künftig gestärkt und weiter ausgebaut werden, betonten die Projektpartner am Montag. Für Florian Wagner, Geschäftsführer von heimatwurzeln, ist die Kooperation mit den LandFrauen ein echter Gewinn: „Sie sind nah an den Menschen und gut in der Region und der Kommunalpolitik vernetzt. Die Abschlussveranstaltung ist für uns nicht das Ende, sondern der Anfang weiterer Zusammenarbeit, gerade weil wir in den LandFrauen so gute Botschafterinnen für einen bürgerlichen Klimaschutz sehen.“
Petra Dick-Walther, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der LandFrauen: „Viele Menschen kennen die Erzeugerinnen und Erzeuger ihrer Lebensmittel nicht mehr persönlich. Die LandFrauen stellen diese Verbindung wieder her und bringen altes Wissen vom Gärtnern und der Ernährung zurück zu den Menschen.“ Zur Abschlussveranstaltung waren zahlreiche Abgeordnete des Landtages Rheinland-Pfalz gekommen, unter ihnen Horst Gies, Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Weinbau und Anette Moesta. Weitere Gäste waren Joachim Streit, Mitglied des Europäischen Parlaments sowie Landrätinnen und Landräte und Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region.
Mit rund 200 Kursen und über 4.000 Teilnehmenden zählt das Projekt zu den größten Bildungsangeboten rund um nachhaltiges Gärtnern, regionale Ernährung und lokale Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Die Teilnehmenden waren zwischen 18 und 85 Jahre alt. Bis Ende Dezember können noch Kurse besucht werden. Getragen wird das Projekt von den 17 Kreisverbänden des LandFrauenverbandes Rheinland-Nassau, der über 17.000 Mitglieder zählt. Einige sind selber Landwirtinnen, viele kommen auch aus anderen Berufen. Was sie eint: ihr Einsatz für eine nachhaltige und lebendige Entwicklung des ländlichen Raums.
Über den LandFrauenverband Rheinland-Nassau
Der LandFrauenverband Rheinland-Nassau ist mit rund 17.000 Mitgliedern der größte Frauenverband im Norden von Rheinland-Pfalz. Politisch und konfessionell unabhängig setzen sich die LandFrauen für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen auf dem Land ein. Sie vertreten die Interessen der ländlichen Bevölkerung auf politischer Ebene, unterstützen soziale Projekte und stärken mit einem breiten Weiterbildungsangebot die Kompetenzen der Frauen in verschiedenen Bereichen. Zentrale Themen sind die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Ernährung, Frauengesundheit, die nachhaltige und regionale Landwirtschaft und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land.
http://www.landfrauen-rheinland-nassau.de
Über heimatwurzeln e. V.
heimatwurzeln e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn und setzt sich für bürgerlichen Klimaschutz ein. Gemeinsam mit Partnerorganisationen aus dem bürgerlichen Spektrum will der Verein die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen in der Mitte der Gesellschaft fördern.