Berlin – Mehr als 4.000 Besucherinnen und Besucher haben am Stand von heimatwurzeln e.V. im Rahmen der Grünen Woche mit dem Wurf einer Nuss die Frage beantwortet, welcher gesellschaftliche Beitrag der Landwirte ihnen besonders wichtig ist.
Der gemeinnützige Verein ermittelte die Präferenzen und Zustimmung der Menschen, indem er denjenigen, die sagten „Ich komme aus der Stadt“, eine Walnuss gab, um diese in eine von vier Abstimmungssäulen zu werfen, und denjenigen, die sagten „Ich bin vom Land“, eine Kastanie. Es konnte für „Umwelt- und Klimaschutz“ (36 %), „Wirtschaftsfaktor & Arbeitsplätze“ (14 %), „Lebendiges Landleben & Kultur“ (18 %) oder „Lebensmittel & Esskultur“ (32 %) abgestimmt werden. Dabei zeigte sich, dass die Stadtbevölkerung deutlich stärker für Umwelt- und Klimaschutz votierte (48 % der Städter/21 % der Menschen vom Land). Diese Leistung soll aber die Landwirtschaft erbringen. In persönlichen Gesprächen zeigten Landwirte und Besucher vom Land keinesfalls eine Aversion gegen Umwelt- und Klimaschutz. Sie ordneten diesen als Teil der landwirtschaftlichen Gemeinwohlleistungen ein und wiesen darauf hin, dass diese nur geleistet werden könnten, wenn die Landwirtschaft als Wirtschaftsfaktor auf dem Land überlebt. Davon ist auch abhängig, wie lebendig das Leben in unseren Dörfern in Zukunft sein wird. Zudem wünschten sie sich mehr Wertschätzung für Nahrungsmittel.
Am 20. Januar veranstaltete heimatwurzeln ein Panel mit dem Titel “Klotzen statt Kleben – Kann die Landwirtschaft den Industriestandort Deutschland retten?”. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft erörterten, wie eine Partnerschaft mit der Landwirtschaft einen Klimaschutz etablieren könnte, der den Druck auf energieintensive Branchen senkt und damit unseren Industriestandort erhält. Die These: Landwirte sind zentrale Partner im Umwelt- und Klimaschutz. Die Landwirtschaft ist eine der wenigen Branchen, die bereits jetzt Kohlenstoff binden kann, ohne auf neue Technologien warten zu müssen. So könnte die Landwirtschaft zu einem Standortvorteil werden. Geschäftsführer Florian Wagner eröffnete die Veranstaltung und übergab die Moderation an die F.A.Z.-Wirtschaftsredakteurin Anne Kokenbrink. Unser Fazit: Ja, das kann sie, wenn man sie als Teil unserer Wirtschaft respektiert, Wandel mit Augenmaß gestaltet und Chancen ergreift, wo sie sich bieten.
Zitate:
- Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank: ,,Es gibt viele Wege, den CO2-Fußabdruck zu verringern, auch mit einfachen Mitteln. Wir müssen alle diese Wege gehen, denn für jeden passt etwas anderes!”
- Carina Konrad, Mitglied des Beirats von heimatwurzeln e.V.: ,,Die Landwirtschaft muss produzieren, um Geld zu verdienen. Ich stelle mir die Frage, wie das auch mit Klimaschutz geht.’’
- Dr. Viktor Eckel, Geschäftsführer Produkte & Innovation bei Dr. Eckel Animal Nutrition GmbH & Co. KG: ,,Wir sind von der Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland überzeugt. Deshalb investieren wir hier.’’
- Hans Koller, Mitglied des Deutschen Bundestages (CSU) & Landesvorsitzender des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern e.V.: ,,Klimaschutz und der Schutz unserer Heimat sind wichtig. Das muss selbstverständlich werden, aber es muss mit Augenmaß geschehen.’’
- Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung KlimaWirtschaft: ,,Wer sich die Weltmärkte anschaut, erkennt: Wer sich nicht auf den Weg macht, gerät in schwieriges Fahrwasser. Klimaziele sind Innovationsziele.’’
heimatwurzeln e.V. präsentierte sich vom 16. bis 25. Januar 2026 erneut mit einem eigenen Stand auf der Grünen Woche in Berlin. Besucher erhielten die Möglichkeit, tiefere Einblicke in einen Klimaschutz mit bürgerlicher Note zu erhalten. Die Ergebnisse des Projekts LandPerspektiven standen dabei im Vordergrund.
Das Stimmungsbild ist nicht repräsentativ. Bei Fragen nach Zahlen und Bildern wenden Sie sich bitte an Julian Franz unter presse@heimatwurzeln.de
Über LandPerspektiven
Landwirte sind das Rückgrat unserer Heimat. Doch oft stehen sie bürokratischen, praxisfernen Maßnahmen gegenüber, die ihre Arbeit erschweren. LandPerspektiven will das ändern. Das Projekt setzt auf pragmatische, lösungsorientierte Ansätze, die den Umweltschutz effektiv und lebensnah gestalten – gemeinsam mit den Landwirten und nicht über ihre Köpfe hinweg. Denn nur so können der nachhaltige Schutz unserer Heimat und die Zukunft hochwertiger Lebensmittelproduktion in Deutschland gesichert werden. LandPerspektiven ist ein Projekt von heimatwurzeln e.V. Mehr Informationen: landperspektiven.de
Über heimatwurzeln e.V.
heimatwurzeln e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn und setzt sich für bürgerlichen Klimaschutz ein. Gemeinsam mit Partnerorganisationen aus dem bürgerlichen Spektrum fördert der Verein die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen in der Mitte der Gesellschaft. Mehr Informationen: heimatwurzeln.de