In Zeiten, in denen fossile Brennstoffe durch globale Verwerfungen jederzeit knapp werden können, bietet lokal erzeugte Energie aus erneuerbaren Quellen eine kluge Alternative – und hat trotzdem ein Imageproblem: In Teilen der öffentlichen Wahrnehmung gelten viele Projekte als komplex und ideologisch aufgeladen. Eine Entwicklung, die der Realität vor Ort zunehmend widerspricht.
Mit dem Zukunftspreis Deutsche Energie setzt die Initiative „Deutsche Energie“ nun ein bewusstes Gegengewicht – und rückt bürgernahe Projekte von Kommunen, Unternehmen, Handwerkern, Landwirten und Vereinen in den Mittelpunkt.
Bonn– „Wir erleben derzeit eine kommunikative Schieflage“, sagt Florian Wagner, Geschäftsführer von Heimatwurzeln e.V. und Zukunftspreis-Initiator. „Während die öffentliche Debatte häufig polarisiert ist, zeigen zahlreiche Projekte im ganzen Land, dass erneuerbare Energien wirtschaftlich tragfähig und ganz selbstverständlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.“
Der Zukunftspreis soll diese Entwicklung sichtbar machen und zeigen, wo Menschen neue Energiekonzepte ins Rollen bringen und andere inspirieren können. Im Vorfeld der Kampagne hat Florian Wagner viele kluge Lösungen kennengelernt: Einen Obstbauern, der seine Kulturen mit Solarpaneelen vor dem Wetter schützt und gleichzeitig Strom für seine Fahrzeuge produziert, eine Schreinerei, deren Heizanlage mit eigenen Holzabfällen funktioniert und zusätzlich Wärme an das Nachbarunternehmen liefert, Schüler und Schülerinnen, die einen Fahrradunterstand gebaut haben – Solarpaneele, E-Bike-Anschluss und Handyaufladestation inklusive. „Solche Projekte machen Spaß, sind wirtschaftlich und klimafreundlich,“ resümiert Wagner. „indem wir sie ins Licht der Öffentlichkeit rücken, möchten wir ein positives Narrativ setzen und andere zum Nachahmen ermutigen.“
Unterstützung erfährt der Zukunftspreis durch eine ehrenamtliche Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen.
Bewerbungsphase gestartet
Egal ob im Verein, im Betrieb, in der Schule oder im Seniorenzentrum: Jeder mit einem innovativen Energie-Projekt kann beim Zukunftspreis mitmachen. Die Bewerbung dauert nicht mehr als eine Viertelstunde. Die unabhängige Jury bewertet die Projekte und berücksichtigt u.a. gesellschaftliche Relevanz, Umsetzbarkeit, Innovationskraft und die Beteiligung der Menschen vor Ort. Als Preisgeld winken 5.000 € plus ein professionelles Marketing-Set und ein Event-Sponsoring.
Zur Initiative „Deutsche Energie“
Der Zukunftspreis Deutsche Energie ist eine Initiative zur Förderung innovativer und praxisnaher Lösungen für die Energieversorgung von morgen. Ziel ist es, erfolgreiche Projekte sichtbar zu machen, den Wissenstransfer zu stärken und die Umsetzung erneuerbarer Energien in Deutschland zu beschleunigen. „Deutsche Energie“ ist ein Projekt von Heimatwurzeln e.V. mit Sitz in Bonn. Der Zukunftspreis wird gesponsert von DoppelErnte GmbH, einem Unternehmen, das Agri-PV-Modelle entwickelt. Schirmherrin Kerstin Schreyer ist Staatsministerin a.D. und CSU-Landtagsabgeordnete in Bayern. Partner der Initiative „Zukunftspreis Deutsche Energie“ sind der Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (bne) und die Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND).
Über heimatwurzeln e. V.
heimatwurzeln e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn und setzt sich für bürgerlichen Klimaschutz ein. Gemeinsam mit Partnerorganisationen aus dem bürgerlichen Spektrum will der Verein die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen in der Mitte der Gesellschaft fördern.