2. Berliner Konferenz für Bürgerlichen Klimaschutz

Am 6. Oktober 2026 kamen rund 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kommunen und Gesellschaft zur 2. Berliner Konferenz für Bürgerlichen Klimaschutz (BKBK) im Allianz Forum am Brandenburger Tor zusammen. Gemeinsam diskutierten wir, wie Klimaschutz wirtschaftlich sinnvoll, technologieoffen und gesellschaftlich akzeptiert gelingen kann.

Die Konferenz zeigte: Klimaschutz braucht klare Ziele, aber auch die Freiheit, die besten Lösungen durch Wettbewerb, Innovation und Forschung zu finden. Entscheidend ist, dass Klimapolitik die Lebensrealität der Menschen berücksichtigt und ihnen einen erkennbaren Nutzen bringt.

In ihrer Eröffnungsrede erinnerte Franziska Hoppermann, Generalsekretärin der CDU Deutschlands, an den Anspruch, die Welt besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben. Sie verwies auf die Enzyklika Laudato si’ von Papst Franziskus und betonte, dass Ökologie, Ökonomie und Soziales zusammen gedacht werden müssen.

Hoppermann warb für einen marktwirtschaftlichen Klimaschutz, der sich an verbindlichen Klimazielen orientiert, ohne einzelne Technologien oder Lösungswege vorzuschreiben. Wettbewerb, unternehmerische Initiative und Spitzenforschung seien entscheidend, um Emissionen wirksam und wirtschaftlich zu senken.

In der anschließenden Podiumsdiskussion „Klimaschutz, der ankommt: Neue Perspektiven auf den Klimaschutz“ diskutierten Thomas Kübler, ehemaliger Geschäftsführer der Kübler GmbH, Dr. Florens Mayer von Civey und Matthias Schöneich, Stadtrat in Görlitz und Regionalgruppensprecher der KlimaUnion Sachsen.

Aus unternehmerischer, kommunalpolitischer und demoskopischer Perspektive wurde deutlich, dass Klimaschutz dort an Akzeptanz verliert, wo Menschen vor allem Kosten und Einschränkungen erwarten. Gerade die Kommunikation rund um das Gebäudeenergiegesetz habe Vertrauen gekostet.

Dr. Florens Mayer zeigte anhand von Umfragedaten, dass zwei Drittel der Befragten befürchten, zu den Verlierern der Energiewende zu gehören. Umso wichtiger ist es, konkrete wirtschaftliche und persönliche Vorteile sichtbar zu machen und die Menschen bei Veränderungen mitzunehmen.

Ein besonderer Höhepunkt war die erstmalige Verleihung des Zukunftspreises Deutsche Energie. Mit dem Preis zeichnet Heimatwurzeln Projekte aus, die zeigen, wie eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung vor Ort funktioniert.

Neun Projekte aus ganz Deutschland wurden ausgezeichnet. Die ersten Plätze gingen an die Gemeinde Uckerland mit dem Windwärmespitzenspeicher Nechlin, die FTM-Service GmbH aus Linthe und den Hochwasserhilfeverein Marienthal mit dem Projekt „Neue Dorfmitte Marienthal“. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie Kommunen, Unternehmen und Bürgerinitiativen mit Eigeninitiative und innovativen Lösungen ihre regionale Energieversorgung gestalten können.

Impressionen

Programm

Moderation: Jens Henning Fischer

 

16:15 – 17:00 | Einlass & Kaffee

17:00 – 17:30 | Begrüßung & Einführung 

Ania Gralak, Vorständin Heimatwurzeln e.V.

17:30  – 17.50 Uhr | Impuls

“Bewahren, was uns trägt: Klimaschutz als Grundanliegen”

Franziska Hoppermann, MdB, Generalsekretärin der CDU Deutschlands

17:50 – 18:40 | Paneldiskussion

“Klimaschutz, der ankommt: Neue Perspektiven auf den Klimaschutz”

Thomas Kübler, ehem. Geschäftsführer Kübler GmbH Energiesparende Hallenheizungen

Dr. Florens Mayer, Leiter Politikforschung, Civey GmbH

Matthias Schöneich, Mitglied des Stadtrates Görlitz, Regionalgruppensprecher KlimaUnion Sachsen

18:40 – 19:00 | Pause & Netzwerken

19:00 – 19:20 | Impuls 

„Ohne Energie keine Zukunft: Wie Versorgung und Klimaschutz zusammengehen”

Till Skudelny, Gründer und Geschäftsführer von DoppelErnte

19:20 – 20:00 | Verleihung Zukunftspreis Deutsche Energie 

Ab 20:00 | Empfang

Veranstaltungsort


Allianz Forum

Pariser Platz 6
10117 Berlin

Link zu Google Maps: https://maps.app.goo.gl/YS3LkvMecCgnMNjo8

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